Wie seid ihr zum Prog gekommen?

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ich_bin_besser
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Wie seid ihr zum Prog gekommen?

Beitrag von ich_bin_besser » Fr 30. Nov 2007, 15:52

Euer Wunsch ist mir Befehl. ;)
Im Rahmen der Diskussion ist es bestimmt auch mal interessant zu erfahren, wie ihr zum Prog gekommen seid. Vielleicht lassen sich dadurch ja auch weitere Lösungsmöglichkeiten ableiten oder bestehende vertiefen.
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hans
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Wie seid ihr zum Prog gekommen?

Beitrag von hans » Fr 30. Nov 2007, 16:02

Ich fand Anfang/Mitte der 80er über Bands wie Yes, Asia und Genesis sowie Mike Oldfield zum Prog. Mir gefielen deren erfolgreiche Alben damals (90125, Alpha, Genesis, Crises) und ich wollte mehr von diesen Leuten hören. Also kaufte ich ihre älteren Platten und erhörte mir Close to the edge, King Crimson-Alben, The Lamb Lies down on broadway, Tubular Bells und Konsorten. Ab da merkte ich, dass ich gerade bei diesen Alben irgendwie zuhause war.

Ein Kind der 80er also. ;-)
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Relayer
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Wie seid ihr zum Prog gekommen?

Beitrag von Relayer » Fr 30. Nov 2007, 16:02

Hihi, einfach weil ich schon so ALT bin. Bin einfach reingewachsen, würd' ich sagen. Wo bzw. wann ging's denn mit dem "Prog" los? Ich assoziiere vor allem Pink Floyds "Atom Heart Mother", meine erste "Prog-Platte" von 1970.

N.b.: ich halte mich für ziemlic untypisch und kann wohl zur "Lösung" kaum was beitragen. Für mich ist Prog absolute Kopfmusik und Live-Atmosphäre passt für mich da nicht dazu. Andere Menschen und deren Geräusche stören mich beim Musikgenuß, sorry. :wink:
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tinabe
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Beitrag von tinabe » Fr 30. Nov 2007, 17:35

Oh, netter Thread! :D

Also, ich bin musikalisch eigentlich schon immer von Männern geprägt worden!
In meiner frühen Kindheit waren es meine beiden Brüder, die einige Jahre älter sind als ich, danach waren es irgendwelche Ex-Freunde oder Ex-Kollegen. Sehr stark musikinteressiert war ich schon immer, hab mit 14 schon Marillion (damals halt noch mit Fish als Sänger, so lang ist das schon her :wink: ) , Big Country, Joe Jackson, Grobschnitt (die waren aber ganz allein meine Entdeckung) u.a. gehört, während meine Freundinnen lieber Disco-Sachen und Pop gehört haben. Aber Prince hab ich damals schon geliebt!!

Na ja, durch meine Leidenschaft zur Musik hab ich mir dann irgendwann einen Musiker geangelt. :wink:
Und dann ging die Entdeckungsreise los; Alan Parsons, Genesis, King Crimson, Yes, Pink Floyd und all die, die ich jetzt vergessen habe.... :wink: es hat lange, lange Zeit gedauert, bis ich ein Proggie war :lol: .... ja, ja, es waren knapp 15 Jahre Bildungsreise auf einem harten, steinigen Weg, aber ich hatte keine andere Wahl :wink:

Später (leider zu spät) haben wir dann Spock's Beard entdeckt... zu diesem Zeitpunkt war Neal schon fast weg! Dann ging's weiter mit Transatlantic, Flower Kings, Kaipa, The Tangent....

Na ja, seit letztem Jahr (also nach der Trennung) befinde ich mich immer noch in der "Entdeckungsphase" und lerne die anderen Prog-Schienen nach und nach kennen.

So, ich denke nicht, dass ich jetzt was zum Diskussionsthema beigetragen habe, aber an mir liegt's sowieso nicht, dass bei Prog-Konzerten niemand ist....so oft, wie ich auf irgendwelchen Konzerten bin.... :lol: aber ich hab Euch jetzt mal meinen musikalischen Werdegang erzählt.... :wink:

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! 8)
He will light his light, Ernie, he will be your guide!

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ich_bin_besser
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Beitrag von ich_bin_besser » Fr 30. Nov 2007, 17:50

Hmm, wie war's eigentlich bei mir?
Als Teenager mit dem Cassettenrekorder Rock und Pop aus dem Radio aufgenommen. Spät mit Konzertgängen angefangen (Alter: 19), spät einen CD-Player gekauft.
Musikalischer Werdegang war von den Lieblingsbands her so etwa: Styx, Gary Moore, Bon Jovi, Bryan Adams, Helloween, Gamma Ray, Fates Warning, Queensryche, Dream Theater, Spock's Beard.
"Meine" Musik musste immer Gitarren haben. Viel in der Rockdisco gewesen (besonders das Musiktheater in Kassel - wo tatsächlich auch mal gute Bands wie Asia mit Howe oder Dream Theater gespielt haben).
Den Begriff "Prog" habe ich erst mit DT kennen gelernt. Und seitdem hatte ich meine Musikrichtung gefunden.

So, und wie kann ich das in den Rahmen dieser Diskussion einbinden?
Musikempfehlungen kamen meist aus dem relativ kleinen Freundeskreis. In Freistunden o.ä. habe ich oft Musikzeitschriften nach Kritiken durchgeblättert (aber eher, um Kritiken mir schon bekannter Alben zu lesen). Ich habe schon relativ früh damit begonnen, mir auch "blind" CDs zu kaufen, weil sie irgendwo gelobt wurden. Auf Konzerte fahre ich eigentlich nur noch allein, weil im Freundeskreis keiner die Musik hört.
Das Internet ist für mich inzwischen eigentlich die einzige Quelle - sowohl für Musiktipps als auch für Konzertdaten. Ich gehe viel auf Konzerte und liebe es eigentlich immer mehr - vor allem, weil man meist bekannte Gesichter trifft, die zu sehr netten Leuten gehören. Und weil man gerade bei den kleinen Gigs auch mal ein Wort mit den Musikern wechseln kann.
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Beitrag von Flyingbird » Fr 30. Nov 2007, 18:27

Also bei mir war es so, dass ich durch meinen Vater dazu gekommen bin. Anfangs hab ich durch ihn Santana kennen gelernt und als ich älter wurde auch mal andere Platten von ihm angehört. Naja aber eigentlich höre ich es erest seit ein bis zwei Jahren so richtig, kenne deswegen auch noch nicht so viel.

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Beitrag von Ben » Fr 30. Nov 2007, 19:02

Mir hat ein Kumpel 1993 die "Images & Words" vorgespielt, das war die Initialzündung für Prog(-metal) im engeren Sinne. Auf die "rockige" Schiene gebracht wurde ich vorher durch andere Freunde, die mich u.a. mit Guns'n'Roses infiziert haben (oh ja, ich war ein großer Fan! :-D ). Zu Spock's Beard kam ich dann erst später, als mir wieder ein anderer Kumpel "The Light" auf's Ohr gedrückt hat...
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Aber ich habe immer sehr genau gewusst, was ich nicht will.
Und das hat mich automatisch auf den richtigen Weg gebracht."

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Beitrag von Brecher » Fr 30. Nov 2007, 20:31

Anno 1981....Ein schüchterner Adoleszent sitzt allabendlich vor dem Radio. Sein großer Tag wird allerdings Donnerstag kommen, denn da sendet der hessische Rundfunk die Hitparade International mit einem gewissen Werner Reinke vor dem Mikrophon. Der Jüngling legt nun, so wie jeden Donnerstag, eine klapprige Kompaktkassette in seinen Radiorekorder und wartet gespannt was der Abend bringen würde. Da, die Neuvorstellungen....schnell den Jingle abgewartet und dann-gerade zur rechten Zeit-die beiden Aufnahmetasten gedrückt. Ein eigenartiges Lied mit einer markanten Gesansstimme windet sich in seinen Gehörgang. Dieser treibende Beat und der scharfe Gesang faszinieren ihn. So beschließt er am nächsten Tag beim Gang über den Weihnachtsmarkt einmal in die zahllosen Pappkartons der Schallplattenhändler zu schauen um nach dieser Band Ausschau zu halten. Wie war noch deren mystischer Name? Dschännesis? Wie schreibt man das? Mit D? Nein-das muß es sein: Auf einer der abgegriffenen Cover findet er den vergilbten Schriftzug "G e n e s i s ". Zu Hause angekommen legte er sogleich die Platte auf. Ein ansprechendes Bild zierte die mit Wind and Wuthering betitelte Hülle. Aber was war das? Vollkommen skurile Klanggebilde verwirrten den Jungen. Ja, die Stimme war es...aber dieser Musiksalat?? Da er aber erst 6 Schallplatten hatte, und zudem noch 11 DM bezahlte, hörte er diese Musik immer und immer wieder. Die Faszination wuchs bei jedem Mal und er hat es bis heute nicht bereut.
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JerryCornelius
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Beitrag von JerryCornelius » Fr 30. Nov 2007, 20:57

Ich bin von Freunden auf Bands wie Pink Floyd, Genesis, Manfred Mann's Earth Band und Yes gebracht worden. Nicht an einem Stück, sondern peu a peu. Ebenfalls durch Freunde hatte ich vorher schon die Beatles kennengelernt. Von denen hatten meine Eltern sogar schon ne Single... Zeitgleich habe ich - ebenfalls durch Empfehlungen von Freunden auch andere 70er-Sachen wie Deep Purple, Sweet, Cat Stevens oder Status Quo kennengelernt. D.h. halt! Sweet kannte ich schon vor den Beatles! Und Ike & Tina Turner, T. Rex und Bachman Turner Overdrive. Danke, Ilja und Disco '71 ff. Ganz verschwommen hab ich auch noch Marmalade mit ihrem Hit Obladi-oblada im Gedächtnis. Danke, Peggy March!

Und das Radio. Da kamen in den 70ern auch gelegentlich prog-ähnliche Sachen in der Hitparade...

Irgendwann hab ich dann eigene Recherchen (Rocklexikon, Musikzeitschriften) angestellt und bin dann auf King Crimson, Magma, ELP etc. gestoßen.
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Loeckchen
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Beitrag von Loeckchen » Fr 30. Nov 2007, 22:36

Wie ich zum Prog gekommen bin ?

Folgendes passt auch gut hier rein:


Es war so um 1989. Abschlussfahrt der Abi-Klasse in München.

Ich war damals auch (natürlich) unsterblich verliebt in ein Mädchen aus meiner Klasse. Doch sie hielt mich nur für einen guten Freund, nicht mehr und hatte (natürlich) längst ein Auge auf einen Klassenkameraden geworfen, der zudem mein bester Freund zu der Zeit gewesen ist.

Naja, ich mein es war eine besondere Zeit. Ende der Schulzeit, das Unbekannte lag vor einem, die Hormone spielten verrückt und ich war zum ersten Mal in München (Falls hier auch Münchener Mitglied sein sollten - tolle Stadt !). Wir waren ca. 1 Woche da und wohnten in einer Jugendherberge. Also alles in allem eine tolle, wenngleich auch eine kleinwenig deprimierende Zeit.....

Jedenfalls sind wir natürlich immer U-Bahn gefahrem, den Walkman (damals noch mit Kassette) immer dabei. Irgendwann abe ich während einer Fahrt auf einem Sitz eine wohl von einem Passagier verlorene Kassette gefunden auf der stand mit Hand draufgeschrieben "Van Zant".

Ich muss dazu sagen, mein musikalischer Horizont war seinerzeit bestimmt von dem was in den Charts lief. Jedenalls habe ich die Kassette eingelegt und die ganze Zeit auch nicht mehr rausgetan. Die Musik , die darauf war hat mich regelrecht umgehauen. Sie passte so herrlich zu den Gefühlen, die ich zu jener Zeit hatte und auch perfekt zu der Atmosphäre von Kameradschaft und Freiheit. Die Musik war sehr orchestral, keyboardlastig, fast allle Stücke hängten irgendwie zusammen-kurz gesagt , es war mein erstes Zusammentreffen mit "progressiver" Musik (mit der Ausnahme von Oldfield's "Five Miles Out", die ich ein paar Jahre zuvor gehört und lieben gelernt hatte) .

Irgendwie erinnerte mich der Sänger dieser mir unbekannten Band (oder war es nur ein Solokünstler ??) an einen , der zur der Zeit die Charts unsicher machte.....

Um die Geschichte kurz zu halten, als ich daheim war wollte ich unbedingt diese CD von "Van Zandt" kaufen.

Naja, es hat etwas gedauert, bis ich rausgefunden hatte, dass nicht "Van Zant" der Interpret dieser Musik war, sondern eine Band namens Genesis und die Platte hiess "Duke".

Danach habe ich mir dann nach und nach alle Platten von Genesis gekauft (mein zweiter Longplayer war "Selling England by the pound") und danach alles von Yes, Rush, Pink Floyd, usw. bis Spock's Beard auf der Bildfläche erschien.

Wenn es also "Van Zant" nicht gegeben hätte, hätte ich wohl nie die Musik von Zappa, Yes, Dream Theater und auch SB kennengelernt.

Das witzige ist, wenn ich heute die "Duke" auflege, kommen genau die gleichen Gefühle und Stimmungen auf , die ich seinerzeit in München hatte
und das 18 Jahre danach !


Heute weiss ich, das Phil-Collins-Scheidungslieder hervorragend dazu geeignet sind sich im Liebeskummerschmerz so richtig zu baden.

UND Bands wie Spock's Beard kennenzulernen :D

Später dann war ich Schlafzeuger in einer Prog-Kapelle gewesen und habe auf diesem Wege natürlich meinen Horizont von progressiver Musik stark erweitern können, den gleichen Effekt hatte viel später dieses Forum hier.

The Rest is History......

Grüssle

ThommY
Zuletzt geändert von Loeckchen am Fr 30. Nov 2007, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Brecher » Fr 30. Nov 2007, 23:13

Loeckchen hat geschrieben:

Später dann war ich Schlafzeuger in einer Prog-Kapelle gewesen und habe auf diesem Wege natürlich meinen Horizont von progressiver Musik stark erweitern können, den gleichen Effekt hatte viel später dieses Forum hier.

The Rest is History......

Grüssle

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Kurz mal OT. DAS ist ja einer der geilsten Verschreiber die ich gelesen habe....du warst also Schlafzeuger...muaahaahaha...suuper :thumbup:

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Beitrag von Loeckchen » Fr 30. Nov 2007, 23:19

LOL.. Tja, das war Ausnahmsweise nur kein Verschreiber :wink:

(c) Copyright by Piefke oder so....
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Beitrag von Brecher » Sa 1. Dez 2007, 00:29

Oha, wie uncool von mir....äh...ja-weitermachen :wink:
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Gast

Beitrag von Gast » Sa 1. Dez 2007, 01:29

Ich bin zum Prog gekommen durch meinen Vater. Der ist großer Pink Floyd-Fan. Na ja, Pink Floyd fand ich ja dann auch irgendwie cool beim mal reinhören und generell bot das CD-Regal meines Vaters immer was gutes, was man mal hören konnte. War zu der Zeit grade weg vom Pop, mit 14/15 oder so.
Fand dann eines Tages diese CD mit dem komischen Cover... fragte meinen Vater, was das ist und er meinte "das verstehst du noch nicht".

Sooo... das wolln wir mal sehn. :twisted:
CD geschnappt, in einem unbeobachteten Moment auf Kassette (ja auch ich hab sie noch miterlebt... :wink: ) überspielt und dann wochenlang nur noch gehört.
Es handelte sich um Marillion-Misplaced Childhood.
Ich glaub ich hab zumindest den Titel verstanden... :wink:

Dann kam irgendwann Dream Theater dazu, was auch in meiner Schule recht weit verbreitet gehört wurde (allerdings erst, als alle so 17-18 waren).
Die erste SB-Scheibe hatte ich mir blind gekauft, ich war hin und weg.

Hätte ich zwischendurch nicht komplett zu Black Metal umgeschwenkt (na ja, das war auch nicht schlecht) , würde ich heute vielleicht schon mehr Prog kennen. Aber mein Hauptproblem ist halt, wenn mir was richtig gefällt, dass ich das dann wochen- und monatelang hören muss, bis ich es nicht mehr ertrage. Ich bin also nicht so sehr der Entdecker, sondern eher jemand, der in Musik versinkt.... (ich bin leicht besoffen, bitte nicht übel nehmen, dass ich so komisch schreibe :wink: )

Na ja, könnte jetzt noch schreiben, wie man von Black Metal wieder zu Prog kommt. Ich hatte eine sehr glückliche Phase und dann wieder ab und zu Prog gehört (z.b. Snow von SB), was gleichzeitig mit weniger schwarzer Kleidung auftrat...
Aber hier gelandet bin ich erst, als ich nach der sehr traurigen Phase nach der sehr glücklichen Phase wieder langsam glücklicher wurde.
SB macht einfach glücklich. :D

Also, wie kriegt man junge Leute zum Prog? Ich denke, das Elternhaus hat auch mit Schuld... wenn da einer so Musik hört findet es auch mindestens ein Kind irgendwann gut (vorausgesetzt man dreht Pink Floyd etc. laut auf, auch wenn Frau/Freundin oder Mann/Freund die ganze Zeit danebensteht und meckert). *g*

Jana (geht jetzt gleich schlafen...)

Edit: ups, hier ist man ja Gast...

JerryCornelius
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Beitrag von JerryCornelius » Sa 1. Dez 2007, 07:21

Anonymous hat geschrieben: Hätte ich zwischendurch nicht komplett zu Black Metal umgeschwenkt (na ja, das war auch nicht schlecht) , würde ich heute vielleicht schon mehr Prog kennen. Aber mein Hauptproblem ist halt, wenn mir was richtig gefällt, dass ich das dann wochen- und monatelang hören muss, bis ich es nicht mehr ertrage. Ich bin also nicht so sehr der Entdecker, sondern eher jemand, der in Musik versinkt.... (ich bin leicht besoffen, bitte nicht übel nehmen, dass ich so komisch schreibe :wink: )

Na ja, könnte jetzt noch schreiben, wie man von Black Metal wieder zu Prog kommt. Ich hatte eine sehr glückliche Phase und dann wieder ab und zu Prog gehört (z.b. Snow von SB), was gleichzeitig mit weniger schwarzer Kleidung auftrat...
Aber hier gelandet bin ich erst, als ich nach der sehr traurigen Phase nach der sehr glücklichen Phase wieder langsam glücklicher wurde.
SB macht einfach glücklich. :D
Da ist sicher was dran. Auch an deiner Erklärung, dass du solange Musik einer Richtung hören musst bis du es nicht mehr erträgst. Das geht mir - allerdings nicht ganz so extrem - ähnlich. Nicht so extrem bei mir, weil die Phasen sich bereits nach einigen Tagen, spätestens Wochen abwechseln und so ein stetigerer Fluss entsteht, der durchaus und gerade (!) Entdecken zulässt. Die letzten 2 Wochen z.B. hab ich nur Hardrock gehört. Jetzt ist es grade wieder ne Progscheibe (Tangata Manu).
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Beitrag von quaoar » Sa 1. Dez 2007, 09:42

Tja, so ganz genau weiss ich das gar nicht mehr, obwohl's noch gar nicht so lange her ist, aber ich versuche mich mal zu erinnern. Bevor mich der Prog erwischt hat, habe ich viel Rock a la Bon Jovi und Bryan Adams gehört. Ich glaube, dass ich dann zunächst über Dream Theaters "Images & Words" gestolpert bin. Das hat mir zwar sehr gut gefallen, aber der ultimative Auslöser war wohl dann Transatlantic in den späten 90ern - kennengelernt bei einem Freund.
Dadurch kam ich schnell zu Spock's Beard, Marillion und den FloKis, von da war der Weg zu PT, Pain Of Salvation, Enchant usw. nicht mehr weit.

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Beitrag von quicksilver » Sa 1. Dez 2007, 10:24

Mit 12 (handballerisch gesehen also D-Jugend-Alter) fuhr ich mit meinem Trainer zu nem Spiel. Dieser hatte ne fette Anlage in seinem Auto und dort lief sehr laut die "In Transit"-Live-CD von SAGA! So nen Gitarren und Keyboardsound hatte ich noch nie gehört und war sofort fasziniert. Hatte kurz darauf den kompletten Back-Katalog. 4 Jahre später gings dann erst mit Rush weiter ("Counterparts"...zufällig im WOM über Kopfhörer reingelauscht). 1996 bekam ich die "Spock's Beard"-Empfehlung!

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Piefke
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Beitrag von Piefke » So 2. Dez 2007, 12:56

Zum Art-Rock (denn den Begriff Prog kannte ich damals, Anfang der 80er nicht, habe ich erst Mitte der 90er kennen gelernt) kam ich durch meinen musikliebenden und -machenden Vater mit der Riesen-LP-Sammlung. Der steht auf viel unterschiedlichen Kram, ist Riesen-Beatles-Fan und wertschätzt gerne handwerklich gut gemachte Musik. Er selber spielte zu der Zeit, als ich über Abba-Hören hinauswuchs, in einer Mainstream/AOR-Rockband und entsprechend lernte ich Bands wie Journey, Kansas, Saga usw. kennen. Saga war damals eine meiner Ober-Lieblingsbands.
Meine erste selbstentdeckte "Prog-Band" waren It Bites, als sie ihren kleinen Hit "Calling All The Heroes" hatten, selbst mein Alter war baff, wie ich an so eine Kapelle gekommen bin.
Da es aber Ende der 80er kaum Prog (Marillion waren kein Prog für mich, gar nicht) gab, Sagas neue Platten immer mieser wurden und ich das mit dem Nachentdecken der 70er-Platten erst später machte, ging bei mir die Reise erst Mal Richtung Jazzrock/Fusion, so bis 1994. Da suchte ich nämlich nach einer neuen Band und in einer Anzeige benutzte doch tatsächlich jemand den Begriff Art-Rock. Da lernte ich dann Gentle Giant kennen und lieben. Es stellte sich heraus, dass auch mein Vater eine GG-Scheibe hatte ... wie's so ist ... hehe
Na, und von da an beflügelten meine Mitmusiker und ich uns gegenseitig, was das Entdecken neuer und alter Prog-Musik anging. SB habe ich dann per Zufall Anfang 1996 auf so einem "Durchläufer" in einem Plattenladen entdeckt ... 4 Songs bei 60 Minuten Spielzeit? Dann diese jazzigen Harmonien am Anfang von The Light ... und schon wars vorbei für mich ....

Tja, so war das, damals *tatter*

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bearded_frank
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Beitrag von bearded_frank » So 2. Dez 2007, 14:03

Bei mir war es so:

Ich bin irgendwann zu Eric Clapton gekommen und hab dann Soft-Rock gehört und dann Bluesrock und bin schließlich dank Led Zeppelin und Deep Purple beim Hard Rock gelandet. Zu dieser Zeit hatte der VIVA-Videotext noch eine Rubrik, in der zu jedem Genre wöchentlich alle Neuveröffentlichungen eingetragen wurden (sowohl Maxis als auch Alben). Mir fiel in dieser Liste dann auf "Yes - Live at the House of Blues". Bei Yes at was geklingelt. Die haben mich beeindruckt, als ich in dem Film "Buffalo 66" mit Vincent Gallo und Christina Ricci den Song "Sweetness" gehört hatte. Bin dann in nen Musikladen, hab die House of Blues-CD auch gefunden, aber leider war da kein "Sweetness" zu lesen. Ich hab aber dennoch in die CD reingehört. Auch wenn mir viele Songs etwas schräg vorkamen, klang es für mich, als wenn Yes was Großes wären. Überzeugen konnten mich beim ersten Anspielen "It Will Be A Good Day", "Owner Of A Lonely Heart", "The Messenger", "I've Seen All Good People" und "And You And I". Das hatte den "schrägen" Rest überschattet und ich hab die CD von einem Geschenkgutschein zu meinem Geburtstag dann einfach mitgenommen.

In etwa zur gleichen Zeit, waren wir in der Schule so ne kleine Musik-Clique, haben spaßeshalber in nem Proberaum einmal wöchentlich gedudelt - da kam nur leider nie was bei raus, aber es war spaßig. Da ich ja E-Orgel gelernt hat und es dort im Raum ein Keyboard gab, hab ich bißchen dort gedudelt. Nur klang dieses Keyboard dermaßen scheiße, dass man es nur selten ertrage konnte. Da wir keinen Drummer hatten, hab ich mich einfach mal da hingesetzt, weil ich mir dachte, ich könne nen Rhythmus halten, und hab dann diesen Part übernommen. Wohlgemerkt, ich saß vorher noch nie vor nem Schlagzeug, aber zum netten Jammen (ohne Technikkenntnisse) hat es gelangt. Nun ja, in dieser Gruppe haben wir uns öfters getroffen bei einem, der ne große Dachwohnung hatte, haben Filme und Konzerte geschaut und CDs und Platten gehört. Irgendwann wurde eine Pink Floyd aufgelegt: "Wish You Were Here". Durch einen anderen Bekannten mit einer Riesen-CD-Sammlung, bei dem ich dann viel herumgestöbert hab, bin ich auf die "Momentary Lapse Of Reason" und auf "Dark Side Of The Mood" gestoßen. Letztere klang mir erst schräg, doch irgendwann hat es Klick gemacht. Und dann sagte ich mir, da muss es noch mehr geben.

Und so kam es, dass ich irgendwann die Rockpalast-Aufzeichnung einer Band namens Spock's Beard zufällig beim Zappen erwischt hatte und dort wurde dann der Song "June" angestimmt. Ich saß wie gebannt vor dem TV und hab geistesgegenwärtig noch ne Musikcassette mitlaufen lassen. Ich hatte nämlich meinen TV mit der Stereo-Anlage verbunden und so hatte ich dann "June" und "Waste Away / Fire" auf Tape. Im Laden hab ich dann mal in die "V" reingehört. Der Name der Band kam mir nämlich bekannt vor. Konnte damit aber nichts anfangen, weil die Songs so lang waren, aber ich behielt die Band im Hinterkopf. Nach einem Einstellungstest für ein BA-Studium, das schief lief, dachte ich mir, scheiß drauf, ich kauf mir zur Freude ne CD und da kam frisch "Snow" raus. Ich hab reingehört und sie dann einfach mitgenommen. Und so bin ich also zum Prog gekommen.

Es sind also im Grunde 3 Alben bzw. Bands, die mich zum Prog geführt haben: Yes (Live at the House of Blues), Pink Floyd (Wish You Were Here, Momentary Lapse Of Reason, Dark Side Of The Moon), Spock's Beard (June, Snow).
Top 8-Konzerte:
1)
Springsteen HYDEPARK 14/07/12 2) Paul Simon HYDEPARK 15/07/12 3) Clapton FFM 29/08/13 4) Genesis FFM 05/07/07 5) Musical Box FFM 03/02/06 6) Bon Jovi ESW 24/05/06 7) Neal Morse AB 31/10/08 8) Spock's Beard AB 25/05/07

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Summer_of_69
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Beitrag von Summer_of_69 » Mo 3. Dez 2007, 08:50

Von Kindheit an immer schon Musik gehört - Abba, Smokey, sogar die Disco-Phase der 70iger, dann Michael Jackson zu "Thriller"-Zeiten, bis ich dann im Oktober 1984 durch einen guten Freund (Marillio) "Cinderella Search", "He knows you know" und "Punch and Judy" von Marillion auf Kassette bekommen hatte. Da war es vorbei. Die SCRIPT... und die FUGAZI liefen jeden Tag bis dann die MISPLACED CHILDHOOD rauskam. Dann erstes Livekonzert 1985 mit Marillion in Bonn. Ich weiss es noch wie heute. Ich stand in der 2. Reihe, vor mir ein paar nette Mädels, und ich habe die ganze Zeit meine Begeisterung mitgesungen (ähhh, rausgeschrieen)...Dann stand ich plötzlich in der ersten Reihe. Sorry, Mädels.

Bands wie TOTO, QUEEN, ASIA und JOURNEY fand ich aber auch immer gut. Zwischenzeitlich hatte ich in einer Sturmphase auch härtere Sachen gehört, über Hardrock a la Deep Purple auch Helloween bis ich dann QUEENSRICHEs "The Mission" vom OM-Album erstmalig hörte. Und dann kam DREAM THEATER mit "When Dream and Das Unite". Jedenfalls war ich ein ziemlich grosser Fan der beiden Bands.

Dann kamen SPOCKS BEARD, die ich von Anfang an begeistert gehört habe. Über TRANSATLANTIC wurde ich erstmals aufmerksam auf die FLOWER KINGS.

In meiner Musik-Evolution sieht es derzeit bei mir so aus, dass der Heavy-Anteil zurückgefahren wird (also nich mehr so verrückt nach Dream Theater), ich dafür mehr auf neuere Bands achte, die innovativ und /aber auch retrolastig sind. Ausserdem habe ich seit ca. 2 Jahren eine starke Affinität dem Jazz gegenüber. Mal schauen wo die Reise noch hingeht.
Eine Stimme sprach aus dem Dunkel: "Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen!" Ich lächelte und war froh..., und es kam schlimmer.

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