Zusammenfassung: Warum sich Konzerte nicht rechnen

WICHTIG: Dieses Unterforum erlaubt Gastbeiträge ohne Registrierung. Bitte bei Gast-Beiträgen unter "Benutzername" den eigenen Namen angeben, damit die Beiträge zugeordnet werden können.
Antworten
Benutzeravatar
ich_bin_besser
TBP-Chefpromoter
Beiträge: 9466
Registriert: Sa 14. Jun 2003, 00:54
Wohnort: Nordhessen

Zusammenfassung: Warum sich Konzerte nicht rechnen

Beitrag von ich_bin_besser » Do 22. Nov 2007, 16:59

Die Probleme der Fans wurden in einem anderen Thread dargelegt, hier ist Raum für die Probleme der Veranstalter.
Ich versuche, die genannten Punkte aufzuzählen. Auch hier werden Aktualisierungen erfolgen.
Diskussionen sind willkommen. Evt. werden diese dann in thematischen Einzelthreads weitergeführt.
Bitte an die Veranstalter: korrigiert mich, wenn ich hier etwas falsch verkürzt wiedergebe!


1. Hohe Gagenforderungen der Musiker.
2. Bands erwarten meist Festgagen.
3. Musikalisch hochwertige Festivals benötigen Fördergelder.
4. Großstädte sind mit Konzerten übersättigt.
Keep prog alive - see it live!

Meine Musikliste

Gast

Re: Zusammenfassung: Warum sich Konzerte nicht rechnen

Beitrag von Gast » Mo 26. Nov 2007, 12:17

ich_bin_besser hat geschrieben:Die Probleme der Fans wurden in einem anderen Thread dargelegt, hier ist Raum für die Probleme der Veranstalter.
Ich versuche, die genannten Punkte aufzuzählen. Auch hier werden Aktualisierungen erfolgen.
Diskussionen sind willkommen. Evt. werden diese dann in thematischen Einzelthreads weitergeführt.
Bitte an die Veranstalter: korrigiert mich, wenn ich hier etwas falsch verkürzt wiedergebe!


1. Hohe Gagenforderungen der Musiker.
2. Bands erwarten meist Festgagen.
3. Musikalisch hochwertige Festivals benötigen Fördergelder.
4. Großstädte sind mit Konzerten übersättigt.

Hallo Leute,

Ich versuche mal hier in diesem Thread einen Anfang zu machen, etwas beizutragen:

Anonymous hat geschrieben:Moin!

Ich denke, Konzertveranstalter sollten zwei- oder mehrgleisig fahren. Wenn ich das richtig gesehen habe, verfolgt das Z7 in Pratteln einen solchen Ansatz, auch das Spirit of 66 macht nicht nur Progkonzerte.
Schönen Abend noch
Tillmann


ja schon Tillmann, aber auch vom Spirit kam ein Hilferuf bzgl. "Lange wird es das hier in Verview nicht mehr geben..." Oder andersherum, frag mal Musiker die in Verviers gespielt haben, tolle Location, guter Sound, symphatischer Chef aber die Konditionen... UND DAS NICHT NUR IM PROGBEREICH!

Wenn ich eine Southern/Jamrock Combo aus Italien oder Usa usw. hier auf Tour habe, geht natürlich die Anfrage auch nach Verviers. Weil es eine geile Location ist und der Imagefaktor eine Rolle spielt. Zum Tourergebnis selbst trägt der Club leider nicht so wirklich bei. Das soll jetzt nicht negativ bei euch hängen bleiben. Wir können alle froh sein solche Location zu haben. Aber wie sollen wir die anfallenden Kosten im Vorfeld organisieren, wenn ich keinerlei Support bekomme?

Beispiel: Im Januar gibts also die Prog- und Artrock Nacht in Dresden/Tante Ju. Geplantes Line Up: Traumpfad & Panopticon. Kostenanfall, für die umfangreiche Promotion von mir als Local Promoter und Kosten für den örtlichen Veranstalter, bevor auch nur ein Tickert verkauft wurde und keiner weiß wieviele Leute zahlen werden: ca. 700 Euro (!). Selbstverständlich kommen spätestens am Abend, nach dem Konzert, noch ca. 600 Euro + kleine, machbare Gage Bands + Catering dazu. Sind wir mal locker bei mindestens 1.300 bis ca. 2.000 Euro (kommt drauf an was ich den MUsikern bezahlen kann) die erstmal einfach zur Debatte stehen. Bezahlt sein sollten... Bitte nicht vergessen die Mehrwertsteuer! Muss vom Erlös abgezogen werden...

Das heißt, es sollten so 150 Leute, mindestens 10 Euro zahlen können. Dann haben wir evtl. die KOSTEN im Griff. Die Bands haben dann meistens draufgelegt. Wir als Veranstalter und Local Promoter? Sind immer noch da, nur wie lange und wie oft können wir das leisten?

Wir drehen uns im Kreis, richtig Thomas. Wirkliche Hilfe kann es nur von Leuten geben, die wie auch immer mit der Musik oder anderen Dienstleistungen aus diesem Business ihr Geld verdienen.

Klingt schon komisch, aber ich leiste mir diesen Abend in Dresden aus den sehr schmalen Rücklagen welche ich mit der phantastischen Joe Pitts Band aus Arkansas erzielt habe... ein kleines Budget, aber es hilft!

Der Jamrock unterstützt also Prog- und Artrock! Was sagt ihr denn dazu!??

Ist übrigens ein nächster Lösungsansatz. Vergeßt diese einschränkende Diskussion bzgl. nur der Prog wird schlecht besucht und wir werden bald keine Konzerte mehr leisten können und so weiter. Das interessiert echt nur uns bekloppte Freaks.

Die Masse der Leute hat nur ein Lächeln für uns übrig, bis zu dem Tag an dem sie zufällig auf eine unsere Veranstaltungen geraten... wie das passiert ist völlig egal.

Musik ist das Beste!


Torsten

Antworten