Allgemeine Diskussion zum Thema

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Gast

Beitrag von Gast » Do 22. Nov 2007, 14:41

Genesis hat geschrieben:Da ja auch hier das Thema kosten angesprochen wurde, hab ich mir (als Steuerfachangestellter ) ein klein wenig Gedanken aus betriebswirtschaftlicher Sicht gemacht und vielleicht könnte man das ja in etwa so wie folgt optimieren:

Vielleicht sollten sich die Veranstalter besser absprechen und Ihre Veranstaltungen zusammen innerhalb eines 2-3 Wochen Zeitraums in Ihren Locations abhalten. Man könnte dann zusammen 1-3 oder wieviele Hauptacts gemeinsam buchen, und so eventuell die Gesamtgage runterhandeln. Kleinere Acts können ja noch individuell engagiert werden. Auch könnte man vielleicht auch in gemeinsamen Werbeaktionen mehr Aufmerksamkeit und auch mehr Leute ansprechen. Was ich meine ist, das es so in Richtung Rock am Ring/Rock im Park gehen sollte (um das mal mit was ganz großen zu vergleichen). Höre ich von der einen Veranstaltungen, kommt mir auch sofort die andere in den Sinn.

Genesis

Absolut richtig und Volltreffer! Genau so funktionieren meine Southern/Jam Konzerte auch einigermaßen. Kleine, verlässliche Netzwerke und dann die Bands zu Paketen von 2 - 6 Konzerten einkaufen.

Synergien ohne Ende...

Torsten

keram
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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von keram » Do 22. Nov 2007, 16:00

Spreewilder hat geschrieben: Ist denn jemand hieraus dem Forum aus der Gegend?

Musik ist das Beste!

Torsten
Naja, zumindest fast! ;-) Ich wohne im Raum Chemnitz, und meine jungs aus den Bands kommen aus Leipzig, Dresden,Zwickau und Plauen- also durchaus im erweiterten Einzugsgebiet- näher jedoch am Reichenbacher Bergkeller (hat jemand den uwe mit hierher eingeladen?).
Und ebenjener z.B. wird sich über mneine leider lange Abwesenheit wundern - begründet in einem weiteren Problem: Großteile der fans im prog sind selbst Musiker. Und die spielen am Wochenende meist selbst (natürlich nicht mit den Progbands, aber mit den Combos, mit denen sie das Geld verdienen, welches sie mit den Progtruppen wieder ausgeben ;-)). So kjonnte ich ne Menge interessanter Bands in letzter zeit nicht anschaun.

Im Allgemeinen schließe ich mich den meisten gestellten Thesen an.Problematisch ist es vor allem dann, wenn man ein Album braucht, welches gut angenommen werden soll, um dann vollere Häuser zu gewährleisten, anderenseits aber nicht mehr genug einspielt, um selbiges zu finanzieren. Da auch die CD verkäufe einbrechen, hat man kaum noch eine Chance, den Teufelskreis zu durchbrechen (die Diskussion hatten wir ja in der progrock-dt erst kürzlich).

Gemeinsame Initiativen verschiedener Veranstalter (zB Hilfe bei Catering, PA, Locatiananmietung) könnten hier sicher zumindest ein Versuch sein, die Kosten zu minimieren, die im Vorfeld entstehn...und werbetechnisch wäre dies auch sinnvoll.

Gruß Marek

( Toxic Smile / seven steps to the green door )

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hans
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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von hans » Do 22. Nov 2007, 16:04

Mal ganz kurz Off-topic: Willkommen Marek! Ich hab übrigens ne Toxic Smile-CD! ;-)

keram
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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von keram » Do 22. Nov 2007, 16:40

hans hat geschrieben:Mal ganz kurz Off-topic: Willkommen Marek! Ich hab übrigens ne Toxic Smile-CD! ;-)
mal kurz offtopic zurück: super! :-) und danke, will schaun, daß ich mich hier gut einklinken kann, die Diskussion ist unglaublich wichtig, finde ich...

Gast

Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von Gast » Do 22. Nov 2007, 17:13

keram hat geschrieben:
Spreewilder hat geschrieben: Ist denn jemand hieraus dem Forum aus der Gegend?

Musik ist das Beste!

Torsten
Naja, zumindest fast! ;-) Ich wohne im Raum Chemnitz, und meine jungs aus den Bands kommen aus Leipzig, Dresden,Zwickau und Plauen- also durchaus im erweiterten Einzugsgebiet- näher jedoch am Reichenbacher Bergkeller (hat jemand den uwe mit hierher eingeladen?).

Gemeinsame Initiativen verschiedener Veranstalter (zB Hilfe bei Catering, PA, Locatiananmietung) könnten hier sicher zumindest ein Versuch sein, die Kosten zu minimieren, die im Vorfeld entstehn...und werbetechnisch wäre dies auch sinnvoll.

Gruß Marek

( Toxic Smile / seven steps to the green door )

Hi Marek,

meinst du das Initiativen ausreichen? Nicht das ich solche Art von Aktivitäten schlecht finde... Es sollten aber schon handfeste unternehmerisch, denkende "Organe" sein. Wenn mich eine Band aus USA, Italien, Japan bzgl. Konzerte und Tour in Ostdeutschland angefragt hatte, waren wir ganz schnell bei den Fakten gelandet.

Die heißen: Wer ist Vertragspartner für die Band/Management? Wieviel Gage (Fixum + Prozente) bekomme ich für 2 oder 6 Konzerte? Ich benötige so viele Übernachtungen, diese PA und solche Backline, wer bezahlt den Tourbus...

Sorry, aber bis jetzt haben mich Initiativen nicht überzeugt. Ich hatte auch mal eine solche deutschlandweite Aktion ins Leben gerufen: "Round Table Rock Germany" - waren Musiker, Manager, Promoter, Veranstalter, Redakteure und sogar ein Banker mit am Tisch. Wir haben uns 4 - 5 mal getroffen und über ähnliche Probleme wie jetzt hier geredet. Nur eben im Southern/Jamrock. Ergebnis waren immer die gleichen Fragen...

Übrigens gilt das immer noch für diese musikalische Schublade, ist überhaupt nicht nur ein Problem des Prog!

Das war vor 3 Jahren, mit mir im Netzwerk verblieben sind genau 2 Leute. Allerdings für mich wichtige Ansprechpartner der Club - Szene in Süd Deutschland. Mit den beiden schließe ich noch heute so manche Lücke bzgl. Tourdaten von Musikern meiner Agentur.

Es gilt die gestandenen Clubs und angesagten Location zu überzeugen, mit innovativen und schlagkräftigen Argumenten. Wir brauchen die Stammgäste dieser Clubs, dann kommen die Hardcore Progger dazu und ganz langsam ergibt das dann hoffentlich eine rechenbare Größe.


Torsten

Gast

Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von Gast » Do 22. Nov 2007, 17:14

ein Hallo vom pROCKfest,

ich möchte mich auch mal kurz einklinken. Von den meisten hier wird das Thema natürlich sehr subjektiv gesehen, verschieden die Geschmäcker wie in der Musik und ich glaube, das ist auch gut so. Aber ich denke, es geht nicht um Webseitengestaltung - der eine mags, der andere nicht, auch nicht um Lautstärke bei den Konzerten, um Werbung (noch mehr Geld für Werbung ausgeben? Jeder interessierte Proggie kennt doch die Festivals in Deutschland) usw. Wer unsere Presse übrigens aufmerksam verfolgt hat, wird gelesen haben, dass beim pROCKfest das Lautstärkenproblem nicht bestand. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, wenn z.B. nicht unser, mit den Räumlichkeiten bestens bewanderter Mixer, sondern ein Tonmann der jeweiligen Band an den Reglern hantiert und öfter mehr falsch als richtig macht. Da könnte ich ein Buch drüber schreiben, es gibt halt nicht nur Profis am FoH...;-) - aber das sei nur am Rande bemerkt.

Vielleicht geht es darum:
ich hatte letzten Samstag bei unserer Bielefelder Veranstaltung mit den Flower Kings (super Gig, übrigens auch schlecht besucht) ein interessantes Gespräch mit Tomas Bodin, dem Keyboarder der Band. Der Verkauf der letzten CD "The Sum Of No Evil" läuft blendend aber er und seine Mitmusiker haben natürlich den aktuellen Zuschauerschwund bei allen europäischen Konzerten registriert und überlegen nun, in den kommenden Jahren in Europa weniger zu spielen, also ein künstliches Gig-Vacuum schaffen sozusagen. Ich kann mir gut vorstellen, dass nach 3 Jahren die Flower Kings-Gigs wieder besser besucht werden.

Gibt es zu viele Konzerte in dieser Reiz überfluteten Welt? Gibt es zu viele Bands? Wer blickt überhaupt noch durch? Fragen, die ich nicht beantworten kann.

Gruß in die Runde.
Udo / pROCKfest

P.S. übrigens, Rolander, ich bin schon länger bei the bearded dabei ;-)

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quaoar
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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von quaoar » Do 22. Nov 2007, 17:16

Was fuer mich uebrigens ein Grund ist, auf Konzerte zu gehen (um mal was Positives zu nennen), ist die Moeglichkeit, mit den Bands in lockerer Clubatmosphaere ins Gespraech zu kommen.

keram
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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von keram » Do 22. Nov 2007, 17:43

Anonymous hat geschrieben: Hi Marek,

meinst du das Initiativen ausreichen? Nicht das ich solche Art von Aktivitäten schlecht finde... Es sollten aber schon handfeste unternehmerisch, denkende "Organe" sein. Wenn mich eine Band aus USA, Italien, Japan bzgl. Konzerte und Tour in Ostdeutschland angefragt hatte, waren wir ganz schnell bei den Fakten gelandet.
Torsten
nein, keinesfalls reicht das aus, das ist mir schon klar. Aber spätestens seitdem ich in den Organisationen von 2 Progkonzerten in Leipzig (Prognight LE 2004 und Progparade V 2005) mit drinhing, weiß ich ja recht genau, wieviele Unsicherheiten bereits im Vorfeld einem das Leben schwer machen. Hier kann eine gemeinsame "Veranstalter-Runde" siicher helfen. Erfahrungen und Planungen miteinander abzusprechen ist zumindest ein Weg von vielen, die man da gehen soltte. Dazu kommt natürlich die Nutzung von Synergien (gegenseitige Werbung auf den Konzerten etc.) .

Besonders wichtig sind aber auch Netwerke vor Ort, d.h. örtliche veranstalter (auch szenefremde) sollten , soweit möglich, ins Boot geholt werden. So kann man bei Catering, Anlage, Saal (oder Club-)miete einander aushelfen oder entgegenkommen.

Aus Bandsicht verstehe ich den angesprochenen Aspekt der Festgagen allerdings nicht. Wirklich bindend ist das wohl ohnehin nur noch für die "Großen" der Branche - es hat sich in den letzten Jahren doch im Prog schon etabliert, mit einer Aufwandentschädigung und Catering zufrieden zu sein, Eintrittsbeteiligung ist schon das Höchste der Gefühle. Nicht selten wurde ich mittlerweile ernsthaft gefragt, wieviel wir denn zahlen würden, um zu spielen.

Das ist natürlich tragisch, bedauerlich oder wie mans nennen will, ich kann aber angesichts der aktuellen Zuschauerzahlen die Veranstalter (außer beim letztgenannten Extremfall) verstehn, und uns Bands nutzt es nichts, am Schluß wieder einen weiteren Veranstalter aufgeben zu sehn. Wenn man Nischenmusik macht, muß man sich mittlerweile wohl leider damit abfinden, draufzuzahlen, und sein Geld mit anderen Bands (oder nem "richtigen Job ;-)" ) verdienen. Problem dabei: mögliche Auftritte fallen , so zumindest bei meinen 2 Progbands, so oft noch ins Wasser, weil schlichtweg die Musiker nicht frei sind. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte...

Unverständlich, um zum vorgenannten Punkt zurückzukommen, ist mir dabei, wenn bekanntere Bands nicht mehr den Blick dafür haben, wann man (z.B. auch privaten) Veranstaltern entgegenkommen kann, wenn sich ein finanzielles Fiasko abzeichnet.(zB bei Hotel oder Umfang des Caterings) Leider kein Einzelfall...

Gruß Marek


PS: da vorhin von dieser Stadt mit 500.000 Einwohnern die Rede war - speziell da werden TS nicht mehr Konzerte organisieren, weil alle Versuche hier nicht angenommen wurden. Riesen Aufwand, keinerlei Unterstützung der Stadt und Radio / Printmedien- und dann natürlich kein Zuschauerzuspruch - so kann sich natürlich keine lebendige Liveszene entwickeln. Vielleicht ist genau dies in so manchen Gegenden ähnlich... Im kleinen Reichenbach dagegen hats - zumindest bislang , momentan scheint es auch schwieriger zu werden - funktioniert, und das ist nur 80 km weiter...

Gast

Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von Gast » Do 22. Nov 2007, 18:24

keram hat geschrieben:
Anonymous hat geschrieben: Hi Marek,

meinst du das Initiativen ausreichen? Nicht das ich solche Art von Aktivitäten schlecht finde... Es sollten aber schon handfeste unternehmerisch, denkende "Organe" sein. Wenn mich eine Band aus USA, Italien, Japan bzgl. Konzerte und Tour in Ostdeutschland angefragt hatte, waren wir ganz schnell bei den Fakten gelandet.
Torsten
nein, keinesfalls reicht das aus, das ist mir schon klar. Aber spätestens seitdem ich in den Organisationen von 2 Progkonzerten in Leipzig (Prognight LE 2004 und Progparade V 2005) mit drinhing, weiß ich ja recht genau, wieviele Unsicherheiten bereits im Vorfeld einem das Leben schwer machen. Hier kann eine gemeinsame "Veranstalter-Runde" siicher helfen. Erfahrungen und Planungen miteinander abzusprechen ist zumindest ein Weg von vielen, die man da gehen soltte. Dazu kommt natürlich die Nutzung von Synergien (gegenseitige Werbung auf den Konzerten etc.) .

Gruß Marek


PS: da vorhin von dieser Stadt mit 500.000 Einwohnern die Rede war - speziell da werden TS nicht mehr Konzerte organisieren, weil alle Versuche hier nicht angenommen wurden. Riesen Aufwand, keinerlei Unterstützung der Stadt und Radio / Printmedien- und dann natürlich kein Zuschauerzuspruch - so kann sich natürlich keine lebendige Liveszene entwickeln. Vielleicht ist genau dies in so manchen Gegenden ähnlich... Im kleinen Reichenbach dagegen hats - zumindest bislang , momentan scheint es auch schwieriger zu werden - funktioniert, und das ist nur 80 km weiter...

Marek, in welcher Location, in welcher Stadt hattest du mit TS die meisten zahhlenden Gäste? Wieviele waren das ungefähr und was meinst du warum es dort so viele waren?

Torsten

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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von keram » Do 22. Nov 2007, 18:43

Anonymous hat geschrieben: Marek, in welcher Location, in welcher Stadt hattest du mit TS die meisten zahhlenden Gäste? Wieviele waren das ungefähr und was meinst du warum es dort so viele waren?

Torsten
hm, in Seoul, da warens zum Metalfest 18.000 (oder so) ;-) aber ok, das war zu goldigen Zeiten bei BMG Korea, als wir dachten, wir wären durch mit dem Thema Erfolg...es kam anders, trotz dortiger wochenlanger TopTen-plazierung (un das mit Prog!) haben wir bis heute kein Geld gesehn und diskutiern daher mit um Zuschauerzahlen jenseits der 200, was wirklich schon als "erfolgreiches Konzert" verbucht werden kann.

Ein einzelnes Konzert in Dt. herauszustellen, fällt mir schwer, im Allgemeinen schwanken die Zuschauerzahlen von 25 bis 300 (bei Festivals natürlich eher auch mal mehr), und ich kann ehrlich gesagt nicht ausmachen, ob das regional unterschiedlich ist. Es gibt halt nur einfach Städte, wie meine Heimat für 6 Jahre, Leipzig, wo man einfach resignieren muß, weil man sieht, dass nichts erreichbar ist. Die Zuschauer sind sicher auch hier vorhanden, doch es mangelt an werbetechnischer Unterstützung und die Kulturlandschaft ist übersättigt. ( letztes Jahr waren bei Toxic Smile, Divine X und Audioprojekt Die Stars vielleicht 30 leute im Anker, am Folgetag in Dresden ca.250 ).

Anderenseits erinnere ich mich an eins der Record-release-konzerte meiner anderen Progband "seven steps...", wo trotz Debütalbum (also null Bekanntheit) fast 200 leute da warn. Hier hat der Veranstalter gut Werbung machen können, auch mit Hilfe von Zeitungen und städtischer Unterstützung. Diese ist unglaublich wichtig, allein steht man das als Veranstalter kaum durch...

Gruß Marek


www.bside-music.de

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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von Gast » Do 22. Nov 2007, 18:56

keram hat geschrieben:
Anonymous hat geschrieben: Marek, in welcher Location, in welcher Stadt hattest du mit TS die meisten zahhlenden Gäste? Wieviele waren das ungefähr und was meinst du warum es dort so viele waren?

Torsten

Kulturlandschaft ist übersättigt. ( letztes Jahr waren bei Toxic Smile, Divine X und Audioprojekt Die Stars vielleicht 30 leute im Anker, am Folgetag in Dresden ca.250 ).

Gruß Marek


www.bside-music.de

In Dresden? Da fängt im Januar meine Veranstaltungsreihe an. Welche Location war das denn damals und wer war Veranstalter? Scheint ja ordentlich gearbeitet zu haben dort und damals?


Torsten

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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von keram » Do 22. Nov 2007, 18:57

Das war im Sputnik. Organisiert hat das, soweit ich weiß, wohl direkt dieser Club...

Gruß Marek

Gast

Prog östlich der Elbe...

Beitrag von Gast » Do 22. Nov 2007, 19:51

Hallo, der Neoprogtroll Albert grüßt euch,

ich habe die bisherigen Beiträge gelesen und kann die Probleme der Progfans teilweise verstehen.
Ich selbst bin sehr oft zu Konzerten unterwegs (auch als 49 jähriger habe ich da kein Problem)
Hauptziel ist der Colos-Saal in Aschaffenburg den ich in ca 40 Minuten mit dem Auto erreichen kann, dazu kommen alle Konzerte die OLiver Wenzler im Rhein/Main-Gebiet organisiert, denn auch die Orte Frankfurt,
Rüsselsheim, Wiesbaden und Mainz sind für mich auch unter der Woche gut erreichbar.
Es stimmt, das bei weiteren Reisen (Bünde, Hamburg) Übernachtungskosten und (bei mir) Bahnkosten dazu kommen , weil ich die langen Strecken nicht mehr alleine im Auto fahren will. Damit sind wir beim nächsten Argument:
"es fährt sonst keiner mit" ;
es kann sein das mein Kollege oder (seltener) meine Kolllegin mitfährt aber meistens fahre ich alleine, doch mitlerweile treffe ich dann viele Bekannte bei den Konzerten, denn die Progfamilie ist überschaubar. Besonders bei den Freak-show-veranstaltungen von Charly trifft man immer die selben Leute.
Auch ich werde immer öfters wiedererkannt.
Das Problem Lautstärke kann ich teilweise nachvollziehen, hier hängt viel vom Mischer und der Raumakustik ab,
übles Beispiel war hier die Kartbahn in Reichenbach. Auch manche Bands drehen gerne alle Regler auf, deswegen besuche ich keine DT und PT Konzerte.
Die Terminabsprache der Veranstalter würde ich auch begrüßen, denn im September bis Dezember häufen sich die
Konzerte und damit steigt der Finanzbedarf für die Konzertkarten und die Nebenkosten, dieser Finanzbedarf kann
von vielen nicht gedeckt werden. Die Terminüberschneidung des Herzbergfestivals mit dem Night of the Progfestival an drei Tagen in 2008 halte ich auch für problematisch.
Die Frage, ob der alte Mensch um die 50 während eines Konzertes einen Stuhl braucht, möchte ich so beantworten:
Sind Stühle vorhanden setze ich mich gerne, aber oft ist der nötige Platz für eine Bestuhlung nicht vorhanden, beim Progfest in Bünde gings in der Umbaupause in den Thekenraum dort gab es Tische und Stühle.

Ich werde auch in Zukunft, solange es die Gesundheit erlaubt, Progkonzerte besuchen und dafür auch längere Reisen in Kauf nehmen. Ich bedanke mich bei allen Veranstaltern die trotz der finanziellen Risiken immer wieder
tolle Bands nach Deutschland holen, bzw. tolle deutsche Bands auf die Bühnen bringen. Die Informationen über Konzerttermine sind reichlich vorhanden. Die Magazine Eclipsed und Empire haben einen Konzertkalender, im Netz gib es die Homepage des Progressiv Newsletter mit Kozertplan und vielen Bandlinks. Es ist also jedem, der sich etwas Mühe gibt, möglich Informationen zu Konzertdaten zu bekommen.

Viele Grüße
vom Neoprogtroll
Alber Anhalt

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ich_bin_besser
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Re: Prog östlich der Elbe...

Beitrag von ich_bin_besser » Do 22. Nov 2007, 20:02

Anonymous hat geschrieben:Es ist also jedem, der sich etwas Mühe gibt, möglich Informationen zu Konzertdaten zu bekommen.
Moin Albert! 8)
Nur kurz die Anmerkung, dass ich auch immer wieder Leute treffe, die halt nicht so viel wie unsereins im Netz unterwegs ist und auf den einschlägigen Seiten nachschaut.
Und ich muss echt sagen, dass z.B. Oli für RindProg verdammt wenig Werbung im Netz gemacht hat. Ich denke schon, dass es sich auszahlt, auf einigen Foren/Listen aktiv zu sein und Werbung zu machen.
Keep prog alive - see it live!

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Watchful_Eye

Beitrag von Watchful_Eye » Do 22. Nov 2007, 22:46

Ich spreche hier mal für die "jüngeren", weil ich mit meinen 19 Jahren mal dazu zähle und auch schon mehrfach auf mein junges Alter angesprochen wurde..
Es gibt ja auch Bands, bei denen die Besucherzahlen wachsen. Ich nenne einfach mal DT, Porcupine Tree oder Riverside.
Aber woran könnte es z.B. liegen, dass selbst Festivals mit ziemlich bekannten Bands (ich rede hier natürlich von bekannt innerhalb der Szene) erstaunlich schlecht besucht sind? Als letztes Beispiel nehme ich mal RindProg: The Flower Kings und Sieges Even, dazu noch Nemo - da muss doch mehr gehen als maximal 200 Besucher. Und das noch am Wochenende.[...]
Eigentlich sind das recht bezeichnende Bands, die sich mit meinen Erfahrungen decken.

Das, was bei vielen jüngeren fast garnicht ankommt, (ich nehme mich da garnicht aus ;) - wobei es bei mir auch ausdrückliche Ausnahmen gibt) ist alles, was so auf die Neoprog/FrüheGenesis - Tradition zurückgeht. Das empfinden fast alle grundweg als zu "seicht", es spricht sie/"uns" nicht an.

Die Mehrheit der jüngeren mag es eher härter und düsterer als früher, was teilweise vlt auch daran liegt, dass jüngere, die heuzutage Prog hören, sich noch viel ausdrücklicher als früher NICHT mit der heilen Pop-Welt identifizieren können und dementsprechend allergisch auf Poppigere Melodien ala Pendragon reagieren.. das ist aber nur eine Vermutung (und gilt für mich persönlich weniger - bei mir läuft zB gerade REM ;) ).

quaoar hat geschrieben:.
- gestiegene Preise bei manchen Bands. Bsp. DT: die Konzerte sind aufgrund der Lightshow etc etc deutlich teuer geworden. Dabei kann ich auf diesen Schnickschnack wunderbar verzichten. Zudem finden die Gigs nicht mehr in der gemütlichen Club-Atmosphäre statt wie früher, was ich auch schade finde.
Das ist das 2. Ich kann kaum einen meiner Freunde mal überreden, einfach mal testweise zu nem Prog-Konzert mitzukommen, was einigermaßen besucht ist.. eine Punkrockband mit einem Einzugsbereich von 300 Besuchern kostet vlt um die 10 Euro, eine Progband mit dem selben mal locker das doppelte.. und bei Studis und Azubis sitzt das Geld eben oft nicht mal eben so locker wie bei Leuten mit geregeltem Job usw..

Das Verhältnis zwischen Einzugsbereich und Kosten einer Progband wirkt einfach unverhältnismäßig.

Das pROCKfest (was jetzt keine Kritik sein soll, ich weiß ja auch, wie knapp das kalkuliert war und ich weiß auch nicht, wie man das ändern soll und es hat sich ja gelohnt) kostete zB 42 Euro für 8 Bands bzw 2 Tage.. für das 2,5 fache (109 Euro) konnte man letzten Sommer zum Hurricane fahren.. da hatte man 3 _volle_ Tage mit über 40 Bands, nen Zeltplatz und konnte zB schon am Nachmittag zB Porcupine Tree mit mehreren 1000 Besuchern auf der Mainstage sehen.. und am Abend dann Pearl Jam vor 50000 Leuten. Letztes Jahr gab es aufm Rock am Ring u.a. sogar Tool und Opeth für einen ähnlichen Preis zu sehen.

Naja ich weiß auch nicht was man da tun soll, aber die Preise schrecken jedenfalls wirklich viele ab, da mal vorbeizuschauen; manche halten mich schon für leicht verrückt, dass ich soviel Geld für ein 200-Besucher-Festival auszugebe.. ^^

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Jester
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Beitrag von Jester » Do 22. Nov 2007, 23:04

Watchful_Eye hat geschrieben: Das, was bei vielen jüngeren fast garnicht ankommt, (ich nehme mich da garnicht aus ;) - wobei es bei mir auch ausdrückliche Ausnahmen gibt) ist alles, was so auf die Neoprog/FrüheGenesis - Tradition zurückgeht. Das empfinden fast alle grundweg als zu "seicht", es spricht sie/"uns" nicht an.

Die Mehrheit der jüngeren mag es eher härter und düsterer als früher, was teilweise vlt auch daran liegt, dass jüngere, die heuzutage Prog hören, sich noch viel ausdrücklicher als früher NICHT mit der heilen Pop-Welt identifizieren können und dementsprechend allergisch auf Poppigere Melodien ala Pendragon reagieren.. das ist aber nur eine Vermutung (und gilt für mich persönlich weniger - bei mir läuft zB gerade REM ;) ).
Auch wenn es eigentlich nicht in diese Diskussion gehört, werfe ich mal dagegen, dass das düstere, härtere eher die seichte Schiene darstellt. Die frühen Genesis als "seicht" zu bezeichnen kann auch nur einem einfallen, der noch nass hinter den Ohren ist! ;)

So war/ist eben der klassische Prog Rock. Das, was sich heute Prog Metal/Rock schimpft, will mir irgendwie nicht so recht in diese Schublade passen... Ist eben wie Indie oder Alternative, da schmeißt man eben mal rein, was man sonst nirgends unterbringt.

Mit der "heilen Popwelt" kann ich mich auch so gar nicht anfreunden, gestehe ihr aber den einen oder anderen Zufallstreffer auch mal zu. Schubladen sind mir da egal, was gefällt wird gehört und wenn es von Christina Uglyera kommt. ;)

Watchful_Eye

Beitrag von Watchful_Eye » Do 22. Nov 2007, 23:12

Jester hat geschrieben: Auch wenn es eigentlich nicht in diese Diskussion gehört, werfe ich mal dagegen, dass das düstere, härtere eher die seichte Schiene darstellt. Die frühen Genesis als "seicht" zu bezeichnen kann auch nur einem einfallen, der noch nass hinter den Ohren ist! ;)
Oha.. jetzt hab ich mich doch glatt unabsichtlich zur öffentlichen Steinigung zur Verfügung gestellt :wink:

Ne ich hab zumindest die "Foxtrot" und mag sie auch.. aber viele Bands in der Tradition dieser können sich diesem Vorwurf meines Erachtens nicht entziehen.. :wink: außerdem bin ich da schon weniger empfindlich als die jüngere Zielgruppe im Allgemeinen, denke ich.. ich fast Galahad zB aufm letzten Prockfest ziemlich klasse (allerdings Also Eden und Sylvan eher weniger)..

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Beitrag von Jester » Do 22. Nov 2007, 23:22

Watchful_Eye hat geschrieben:
Jester hat geschrieben: Auch wenn es eigentlich nicht in diese Diskussion gehört, werfe ich mal dagegen, dass das düstere, härtere eher die seichte Schiene darstellt. Die frühen Genesis als "seicht" zu bezeichnen kann auch nur einem einfallen, der noch nass hinter den Ohren ist! ;)
Oha.. jetzt hab ich mich doch glatt unabsichtlich zur öffentlichen Steinigung zur Verfügung gestellt :wink:
Quatsch... bei uns holt man nicht so schnell die Bärte raus. :mrgreen:
Watchful_Eye hat geschrieben: Ne ich hab zumindest die "Foxtrot" und mag sie auch.. aber viele Bands in der Tradition dieser können sich diesem Vorwurf meines Erachtens nicht entziehen.. :wink:
Ich denke, hier liegt evtl. ein Missverständnis im Bezug auf das Wort "seicht" vor. Ich bezeichne Musik als "seicht", die vorhersagbar ist, schlichtweg langweilig, Schema F. Das trifft auf die alten Prog Rock Bands meiner Ansicht nach nicht zu. Spock's Beard haben mit ihrem letzten Output meine Ohren auch sehr positiv überrascht, um mal die aktuelle Schiene zu nennen und von denen fand ich nie ein Album seicht. Einzelne Songs, z.B. "All On A Sunday", könnte man vielleicht so bezeichnen.

Düster und härter? Dazu fällt mir Pain Of Salvation ein, die ich irgendwie total überbewertet finde und teilweise sogar nervig. Aber das geht hier nun zu weit, also anmelden und im Musik-Thread sie Hosen runter lassen! ;)

The_Water
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Beitrag von The_Water » Do 22. Nov 2007, 23:56

Ich melde mich nochmal... mit meiner 500.000 EW-Stadt meinte ich Leipzig. Für Tipps in der Nähe bin ich immer zu haben. ;)

Spreewald klingt auch gut, da hab ich früher in der Nähe gewohnt.

Watchful_Eye

Beitrag von Watchful_Eye » Fr 23. Nov 2007, 00:25

Jester hat geschrieben: Ich denke, hier liegt evtl. ein Missverständnis im Bezug auf das Wort "seicht" vor. Ich bezeichne Musik als "seicht", die vorhersagbar ist, schlichtweg langweilig, Schema F.
Naja ich persönlich find zB auch vieles von Yes toll.. naja, ich bin auch nicht unbedingt der typische "jünge Hörer", vielleicht ging ich da eben zu weit.

Sylvan oder Pendragon mag ich jedenfalls zB weniger.. aber für mich selbst gilt das bei weitem nicht für alle Neoprogbands, vlt hätte ich das noch deutlicher sagen sollen..

Tendenziell, um wieder zum Thema zurückzukommen^^ , gefällt jedenfalls vielen jüngeren Leuten kein "seichter" Prog, auch und vor allem im "melodischen" Sinne.
Jester hat geschrieben: Düster und härter? Dazu fällt mir Pain Of Salvation ein, die ich irgendwie total überbewertet finde und teilweise sogar nervig. Aber das geht hier nun zu weit, also anmelden und im Musik-Thread sie Hosen runter lassen! ;)
Von PoS kenne ich auch nur BE, und die find ich "nett". Aber stimmt schon, das ist eine Band, die auch jüngeren Häufig gefällt.. ich nehm die häufig als Einstieg für "Bekehrungsaktionen" ;-) .

Teilweise ist es jedenfalls so, dass auch durchaus sehr anstrengende Bands erstaunlich erfolgreich - gerade bei Jüngeren - sind.. Tool oder The Mars Volta zum Beispiel, und die würde ich keinem Sinne als "seicht" ansehen.

Naja ich denke mal, wenn man Spocks Beard kaum kennt, weiß ich nicht, ob das sone gute Idee ist :wink:

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